Radfahren in Zweibrücken

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Miteinander geht es besser
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Dienstag, 28. März 2023

Neue E-Bike-Ladestation am Fashion Outlet


Da freut man sich doch: Neben den vielen Ladestationen für Elektroautos gibt es jetzt am Fashion Outlet in Zweibrücken auch eine richtig schöne Ladestation für Elektroräder.

Die liegt auch nicht versteckt, nein, sie befindet sich direkt am Info-Center am Eingang zum Fashion Center. In 6 Ladeboxen lassen sich die Akkus beim Ladensicher unterbringen, die Räder können am gleichen Ort sicher angeschlossen werden.

Okay, die Fahrradständer sind jetzt nicht so prickelnd, da hätte man sicher eine bessere Möglichkeit finden können Aber immerhin ist ein Dach drüber, sodass die Fahrräder vor Regen geschützt untergebracht sind.

Ein weiterer Wermutstropfen: Um die Ladestation zu nutzen braucht es einen Transponder, den man (gegen Pfand) im Info-Center direkt nebenan erhält. Und damit reduziert sich die Nutzung der Ladestation auf die Öffnungszeiten des Fashion Center. Schade ...

Freitag, 8. Juli 2022

Das gibt es auch: Kleine Freuden für Radfahrende in Zweibrücken!


So sieht sie aus, die endlich wieder eröffnete Brücke von Bubenhausen in die Innenstadt! Eine breite, rutschsichere Fahrbahn, Zu- und Abfahrten ohne Barrieren, und ein gut gemachter Anschluss an den Radstreifen Richtung Innenstadt! Bravo!

Freitag, 6. Mai 2022

Die "Arroganz" der Radwege-Befürworter - Wer fragt nach den Fakten?

"Wir brauchen diese Straße", so Thorsten Sefrin im Verbandsgemeinderat Zweibrücken Land. Wer "wir" ist und wozu die "Alte B10" zwischen Zweibrücken und Contwig gebraucht wird, darüber gibt es leider keine Aufschlüsse. Doch die Befürworter einer Radweglösung auf der Trasse der "Alten B10" als arrogant zu verunglimpfen ersetzt keine Argumente.

Samstag, 30. April 2022

Viele gute Gespräche am Stand des ADFC

(C) ADFC / Deckbar
Im Vorfeld des nächste Wochen beginnenden STADTRADELN bot der ADFC interessierten Radfahrenden die Möglichkeit, ihr Fahrrad kostenlos auf Verkehrssicherheit testen zu lassen. Leider wurde das Testen nicht stark nachgefragt, doch waren die Gespräche mit den Radfahrenden umso interessanter.

Am Stand standen Tom Koschela und Kurt Liebmann (Fahrrad-AG der Canadaschule) sowie Lars Danzenbächer (Radverkehrsbeauftragter der Stadt) und Bernd Lohrum (ADFC Ortsgruppe Zweibrücken und Fahrrad-AG der Canadaschule) zu Taten und Gesprächen bereit.

Sonntag, 20. März 2022

STADTRADELN 2022 in Zweibrücken - jetzt anmelden!


Liebe Radfahrende,

endlich geht es los mit dem STADTRADELN 2022!

Ich würde mich sehr freuen, wenn ihr mit mir gemeinsam im Team adfc Zweibrücker Land antreten würdet. Benutzt für die Anmeldung ganz einfach diesen Link!

Gebt diesen Link auch gerne an andere Radler:innen weiter; je stärker unsere Team umso größer die Aufmerksamkeit für die Belange der Radfahrenden und des adfc.

Ich zähle auf euch!

Bernd

Donnerstag, 10. März 2022

Verkehrszählung in Zweibrücken

Zählstelle in Göttingen früh morgens

Bereits 2020 hätte sie stattfinden sollen: Die Verkehrszählung in Zweibrücken. Sie soll die Grundlage bilden für ein Mobilitätskonzept, das die Stadtverwaltung bereits seit einigen Jahren erarbeiten lassen möchte.

Los geht die Verkehrszählung am Montag, dem 14.3.2022. Dann wird man sehen, zu welchen Ergebnissen diese Zählung führen wird. Und ob das (unter anderem) daraus entstehende Mobilitätskonzept nur die Ist-Situation fortschreiben möchte oder eine Perspektive für die künftige Entwicklung darstellen wird.

Ich hoffe nur, dass die Radfahrenden unserer Stadt zeigen wie viel umweltfreundlicher und gesunder Radverkehr bereits heute auf unseren Straßen unterwegs ist!

Dienstag, 1. März 2022

Was haben die Energiepreise mit dem Radverkehr zu tun?

Ja, es herrscht Krieg. In der Ukraine. Aber auch wir sind betroffen, direkt und indirekt.

Wie das? Ganz einfach: Schaut euch mal die Preise an den Tankstellen an. Oder die Gasrechnung, die Stromrechnung, die Heizölrechnung. Zeigen sie doch, dass sich vieles ganz schnell ändern muss. Und dass es allerhöchste Zeit wird, sich aus der Abhängigkeit von Öl und Gas zu befreien. Von Kohle und Uran übrigens auch.

Was sich schnell und einfach ändern lässt ist unser Mobilitätsverhalten. Und die Art, wie wir unsere Energie beziehen. Das haben selbst die Liberalen begriffen. Wie meinte unser neuer Finanzminister: "Erneuerbare Energien sind Freiheitsenergien".

Schön wäre es, wenn auch unser Verkehrsminister erkennen würde, dass Radverkehr im selben Sinne auch Freiheitsverkehr ist.

Montag, 21. Februar 2022

Der Rosenweg und die vom Stadtrat geforderte "Naturnähe"

Vor einigen Wochen hat es der Zweibrücker Stadtrat abgelehnt, den Rosenweg zu asphaltieren. Obwohl der Rosenweg die Hauptradverbindung aus dem Schwarzbachtal nach Zweibrücken darstellt und in seinem derzeitigen Zustand (extrem verdichtete Splittoberfläche) in der nassen Jahreszeit vor allem aus verschlammten Pfützen besteht, während er im Sommer zur Staubwüste mutiert.

Begründet wurde diese Ablehnung mit der "Naturnähe" des Weges, die unbedingt erhalten werden solle.

Sonntag, 13. Februar 2022

Ost-West-Achse: Muss es unbedingt die Homburger Straße sein?

Zunächst zur Ist-Situation: Die derzeitige Ost-West-Achse für den Radverkehr führt von der Kohlenhofstraße über den Schwarzbach, dann unter der Brücke der Gottlieb-Daimler-Straße hindurch und wieder hoch zur Homburger Straße.

Dort mündet der Weg auf den für Radfahrende in beiden Richtungen freigegebenen Gehweg in Richtung Einöd. Man quert zunächst die Speckgärten und kurz darauf die Oltschstraße. Im weiteren Verlauf folgen die Einfahrten zum neuen John-Deere-Lager, die Engstelle an der Fußgängerampel nahe des John-Deere-Haupteingangs sowie die seit längerem nicht mehr genutzte Werkseinfahrt.

Freitag, 4. Februar 2022

Ost-West-Achse: Zwischen Schließ und Homburger Straße

Im letzten Teil schrieb ich über die Situation am Rosenweg und mein Unverständnis, warum sich der Bauausschuss der Stadt dort so schwer tut.

In diesem Teil gehe ich in die Verlängerung, nämlich von der Schließ bis zur Homburger Straße. Zunächst führt der Weg über die für den motorisierten Verkehr gesperrte Straße entlang der Rennwiese zur Saarlandstraße und weiter über die (ebenfalls gesperrte) Gestütsallee zur Gutenbergstraße und zum Herzogplatz. 

Breiter Weg, hier korrekt
beschildert

Aus Radfahrersicht gibt es - neben der zum Teil sehr chaotischen Beschilderung - nur zu bemängeln, dass FußgängerInnen und Radfahrende bunt gemischt die gesamte Breite der Straße nutzen. Das macht es mitunter etwas schwierig für den Radverkehr zwischen den Fußgruppen in Schlangenlinien durchzukommen.

Zwar existiert über die gesamte Länge auch zusätzlich ein (asphaltierter) Gehweg, doch der ist recht schmal, sehr uneben und wird von den zu Fuß Gehenden zu Recht nur ungern genutzt. Daher wäre es sehr hilfreich, wenn der Verkehr etwas "entmischt" werden könnte. Das mit dem Gutachten beauftragte Ingenieurbüro schlägt vor, beide Straßen neu zu asphaltieren und durch eine ebenerdig eingepasste, aber farblich abgesetzte Steinreihe zu trennen.

Donnerstag, 3. Februar 2022

Ost-West-Achse: DIE RHEINPFALZ berichtet

DIE RHEINPFALZ berichtet

In ihrer gestrigen Lokalausgabe für Zweibrücken berichtet auch die Rheinpfalz erneut über die Ost-West-Achse für Radfahrende in Zweibrücken. Im Prinzip handelt es sich um einen Auszug des Beitrages von gestern, den ich als Leserkommentar an die Redaktion geschickt habe.

Mehr Infos enthält natürlich der gestrige Eintrag hier im Blog.

Nun erwarte ich Reaktionen von den verschiedensten Seiten. Dazu stehe ich auch den beteiligten KommunalpolitikerInnen gerne Rede und Antwort. Natürlich wäre es besser gewesen, bereits im Vorfeld auch mit uns zu sprechen. Ich vermute allerdings, dass auch die Mitglieder des Bauausschusses im Vorfeld nichts oder nur zu wenig von dem Auftrag an das Ingenieurbüros wussten.

Mittwoch, 2. Februar 2022

Wer was plante und warum das nicht klappt - Rosenweg

Hier beginnt der Rosenweg
Fortsetzung: Wenn es um Radwege in Zweibrücken geht passieren so manche Merkwürdigkeiten.

Es fängt damit an, dass Aufträge vergeben werden, ohne dass überhaupt eine Information an die Bürger herausgeht. Dabei wäre doch die Bürgerbeteiligung wichtig dafür, die Akzeptanz von Maßnahmen zu fördern und so manche Fehlplanung von vornherein zu vermeiden.

In unserem Fall wird ein Ingenieurbüro aus Pirmasens damit beauftragt zu prüfen, welche Maßnahmen erforderlich wären, um eine Ost-West-Radverkehrsachse zu ertüchtigen. Dieses Ingenieurbüro stellt auf seiner Webseite eine ganze Reihe von Referenzprojekten vor; nur zum Thema Radverkehrsplanung gibt es dort nichts. Damit wage ich die fachliche Kompetenz des Ingenieurbüros erstmal anzuzweifeln.

Dienstag, 1. Februar 2022

Ost-West-Achse für Radfahrender in Zweibrücken gescheitert? Teil 1: Beschreibung der Situation

Wegweiser an der Kohlenhofstraße

Wie DIE RHEINPFALZ und der  PFÄLZISCHE MERKUR letzte Woche übereinstimmend berichteten, hat der Bauausschuss der Stadt Zweibrücken einem durchgehenden Ausbau der Radverbindung zwischen Schwarzbachtal und Bliestal eine Absage erteilt. Lediglich in Teilbereichen soll die bestehende Situation etwas verbessert werden - falls die (noch zu stellenden) Förderanträge der Stadtverwaltung positiv beschieden werden.

Die Ost-West-Achse ist Zweibrückens wichtigste Radverkehrsverbindung. Sie führt vom Schwarzbachtal kommend (also aus Richtung Contwig) durch die gesamte Innenstadt und führt in Richtung Bliestal (Blieskastel bzw. Homburg). Von Contwig her beginnt sie an der Dorndorf-Kreuzung, wo sie über den Rosenweg, die Gestütsallee, den Herzogplatz und die Kreuzung an der Kaiserstraße am Wicherhaus vorbei und die Kohlenhofstraße in die Homburger Straße führt.

Freitag, 28. Januar 2022

Die Professorin Jana Heimel macht es vor: Autofahrende werden zu Radfahrenden

So wird das nichts!

Wie das funktioniert beschreibt ein Artikel in der ZEIT vom 30.12.2021. Denn Verkehrswende bedeutet nicht das Ersetzen eines Autos mit Verbrennungsmotor durch eines mit Elektromotor. Wer eine wirklich Verbesserung für Klima, Umwelt und Gesundheit will muss auch bei der Wahl der Verkehrsmittel neue Wege gehen.

Wichtig ist vor allem, dass der erste Schritt vernünftig vorbereitet wird. So haben Fahrrradpaten die UmsteigerInnen auf der ersten Fahrt begleitet. Auch wurden geeignete Routen im Vorfeld herausgesucht. 

Diese und andere Hilfen haben dafür gesorgt, dass von über 400 TeilnehmerInnen des Versuchs 85% auch nach dem Ende des Versuchs beim Fahrrad geblieben sind, trotz Wetterbedingungen und ungünstiger Radwegeverbindungen.

Ein großes Hemmnis für den Umstieg stellen noch immer die schlechten oder schlicht gefährlichen Radwege dar -wenn es denn überhaupt Radwege gibt. Hier sieht Jana Heimel die Kommunen in der Pflicht, die noch immer mit ihrem zögerlichen Radwegeausbau die größte Hemmschwelle bilden.

Wir erleben es gerade wieder bei uns in Zweibrücken: Am liebsten möchte man für Radwege überhaupt kein Geld ausgeben. Und wenn dann noch Unannehmlichkeiten für Autofahrende hinzu kommen macht man lieber gar nichts (DIE RHEINPFALZ vom 28.1.2022: "Radwege ja, aber nicht zu diesem Preis")


Samstag, 16. Oktober 2021

Zweibrücken: Wann kommt man hier im 21. Jahrhundert an?


Homburg hat es. St. Ingbert hat es. Neunkirchen hat es. Selbst Pirmasens hat es.

Was also haben die, was Zweibrücken nicht hat?

Diese Städte und ihre Verwaltungen haben verstanden, dass Verkehr nicht nur Autoverkehr ist. Und sie haben verstanden, dass Gewerbeansiedlungen nur dann etwas bringen, wenn der Stadt daraus ein dauerhafter Nutzen entsteht. Genau deshalb haben diese Städte Radverkehrskonzepte entwickelt.

Irgendwie scheint mir diese Erkenntnis in Zweibrücken noch nicht angekommen. Denn im Gegensatz zu den umliegenden Städten wird in Zweibrücken scheinbar gar nichts dafür getan, dass die dringend erforderliche Verkehrswende voran kommt. 

Es werden keine Versuche gemacht, den motorisierten Individualverkehr zu Gunsten des öffentlichen Personennahverkehrs zu reduzieren, und erst recht wird die Verkehrsinfrastruktur nicht dahingehend verändert, dass Radfahrende sicher und schnell in oder durch unsere Stadt kommen.

Ja, wir haben einen (ehrenamtlichen) Fahrradbeauftragten bekommen. Der hat aber weder Befugnisse noch ein Budget und ist ausschließlich auf das Wohlwollen der Verwaltung angewiesen.  Und die hat oft genug gezeigt, dass sie immer noch so autozentriert handelt wie in den 1970er Jahren; Radverkehr wird scheinbar nur als Störfaktor wahrgenommen, der den ungehinderten Verkehrsfluss der Autofahrenden stört.

Zwar sind Teile unseres Stadtrats deutlich aufgeschlossener, doch dringen neue Ideen und Konzepte scheinbar nur selten bis in die Spitze der Stadtverwaltung vor. Stattdessen feiert sich die Stadtspitze mit einem Ansiedlungsprojekt, das sich am Ende sogar als kontraproduktiv herausstellen könnte: Die Ansiedlung von AMAZON am Steitzhof.

Wir haben in der Presse viele Argumente von Gegnern des Projekts aus Reihen der solidarischen Landwirtschaft gehört. Doch meine Befürchtung ist, dass diese Ansiedlung zu einem finanziellen Desaster führt und daher notwendige Investitionen in die Infrastruktur sogar unmöglich machen kann.

Die Rede ist derzeit von bis zu 1.000 LKW-Fahrten zwischen den beiden Autobahnausfahrten und dem Steitzhof. Doch was macht das mit der Kreisstraße 84, die für ein solches Verkehrsaufkommen auch nicht annähernd ausgelegt ist? Denn es sind nicht nur 1.000 LKW-Fahrten am Tag zu erwarten, sondern zusätzlich weitere 600 bis 800 PKW-Fahrten am Tag (bei 300 bis 400 Beschäftigten). 

Einen öffentlichen Personennahverkehr zum Steitzhof gibt es jedenfalls nicht, und mit dem Rad zur Arbeit  zu fahren würde ich niemandem empfehlen, wenn er sich das schmale Sträßchen mit 1.000 LKWs am Tag teilen muss.

Die Einnahmen aus Steuern jedenfalls werden in diesem Billiglohnbereich (ein Großteil der Einkünfte der künftigen Beschäftigten werden im steuerfreien Bereich liegen) und auch von AMAZON selbst (zahlt ja bekanntlich durch trickreiche Vermeidungstaktiken kaum Steuern) nicht einmal dafür ausreichen, die erforderlichen Investitionen in die Kreisstraße 84 zu refinanzieren.

Aber immerhin kann sich die Stadtspitze damit rühmen, 300 bis 400 Arbeitsplätze im Billiglohnsektor geschaffen zu haben. Tolle Leistung! Vor allem wenn man bedenkt wie genau sich AMAZON an das deutsche Arbeitsrecht hält - nämlich am liebsten gar nicht.

Und da schließt sich der Kreis wieder: Eine fehlgeleitete Ansiedlungspolitik verschwendet die Ressourcen und schafft auch keine Kaufkraft, die unserer Stadt zugute kommen könnte. Stattdessen hält sie Stadt und Region in einem Teufelskreis der Armut. Denn Billiglöhner brauchen das wenige Geld zum Wohnen (und für's Auto), denn die Billigarbeitsplätze sind ja nur mit dem Auto zu erreichen.

Unsere Innenstadt hingegen blutet aus. Der Einzelhandel schrumpft (auch wegen und durch AMAZON), das macht die Stadt weniger attraktiv, ausbleibende Investitionen in zukunftsorientierte Infrastruktur werden mit den noch stärker zurückgehenden Gewerbesteuereinnahmen begründet.

Was hat das ganze jetzt mit einem Fahrradblog zu tun?

Nun, wer in der Lage ist zu sehen und zu lesen, der kann und wird erkennen, dass ein Großteil unserer lokalen wirtschaftlichen Probleme daher rührt, dass immer mehr der Finanzkraft ländlicher Regionen von großen Unternehmen "abgeschöpft" wird. Das begann mit dem Sterben der "Tante Emma"-Läden, weil viele Menschen glaubten, mit dem Auto in den Supermarkt zu fahren spare Geld und Zeit. Dabei war das ganze nur eine Umverteilung: Die kleinen Läden mit ihren Angestellten mussten schließen, große Unternehmen mit viel weniger MitarbeiterInnen profitierten, und die Menschen, die ihre Arbeit verloren hatten, musste sich nun weiter entfernte Arbeitsplätze suchen, für die sie wiederum das Auto brauchten.

Heute ist nicht mehr das Kaufhaus in der Großstadt der Profiteur, heute heißt der Profiteur AMAZON, und der nimmt uns in weiten Bereichen auch noch den Rest der Läden weg. Tariflich bezahlte Arbeitsplätze verschwinden und werden durch weniger, schlechter bezahlte Arbeitsplätze in riesigen Distributionszentren (wie am Steitzhof geplant) ersetzt. 

So erzeugen wir uns unsere eigenen wirtschaftlichen Probleme! 

Dabei zeigen viele Untersuchungen weltweit: Eine attraktive Innenstadt bringt Kundenfrequenz. Und die Umsätze der KundInnen mit dem Auto sind geringer als die der KundInnen, die mit dem Rad kommen. Die aber wollen sicher und komfortabel einkaufen. Es braucht also sichere Wege, gute Abstellplätze und auch passende Ergänzungen - so wie die Ladestation für eBikes oder eine Reparaturstation für kleine Arbeiten unterwegs.

An dieser Stelle mein Fazit: Unsere Stadtspitze siedelt Billigheimer an, bringt es aber nicht einmal fertig, ein Radverkehrskonzept erstellen zu lassen. Stattdessen wird ein ominöses "Mobilitätskonzept" angekündigt ohne dass wir überhaupt wissen, bis wann und durch wen es erstellt werden soll.

Und in der Zwischenzeit werden weiterhin die Anforderungen an einen modernen, zukunftsorientierten innerstädtischen Verkehr ignoriert. Alles wird auch weiterhin dem längst überholten Primat des Autoverkehrs untergeordnet. Armes Zweibrücken, so bleiben wir immer weiter hintendran.

Bernd Lohrum


Freitag, 10. September 2021

Wann tut sich endlich etwas (oder: warum werden die Bedürfnisse von FußgängerInnen und Radfahrenden permanent ignoriert)?




Schon lange fordert die Initiative pro Fahrrad eine deutliche Kennzeichnung für Radfahrende entlang der Gestütsallee. Denn die Gestütsallee in Zweibrücken ist schon etwas ganz besonderes: Eine für den Autoverkehr gesperrte Straße, die daher von FußgängerInnen und Radfahrenden gemeinsam genutzt wird.

Freitag, 27. August 2021

Schulanfang: Mit dem Rad zur Schule!

 

Mit dem Rad zur Schule – die rechtliche Situation

[pd‑f/tg] Viele Eltern fragen sich: Darf mein Kind überhaupt mit dem Fahrrad in die Schule fahren? Die Frage lautet ganz klar: Ja! Der pressedienst-fahrrad hat ein paar weitere wichtige Antworten rund um das Thema gesammelt.

Dienstag, 17. August 2021

"Sicherheit" für Radfahrende in Kreisverkehren - ein Link zu einem anderen Blog

Der Ixheimer Kreisel - Gefahr für Radfahrende
Der neue Ixheimer Kreisel - gut nur für Autos

Lang und breit haben wir über den neuen Kreisel in Ixheim diskutiert. Auch ein Termin vor Ort konnte die verantwortlichen Planer*Innen des Zweibrücker Bauamts nicht von ihrer Meinung abbringen, dass Radfahrende in Kreiseln dadurch "geschützt" werden müssen, dass man sie auf getrennte, von Autofahrenden nicht einzusehende Wege um den Kreisel herum zwingt.

Wozu solche Kreisverkehre führen, zeigt ein Beitrag (und die darauf folgende Diskussion) im Blog "Radfahren in Stuttgart". Der Link führt direkt zum Beitrag.

Auch das ist übrigens mit ein Grund, warum wir Radfahrenden uns organisieren müssen. Wir im Zweibrücker Land am Besten in einer Ortsgruppe des ADFC: Die Gründungsversammlung findet am 11.9.2021 um 14:00 Uhr in Mörsbach statt. Alle Interessierten sind dazu herzlich eingeladen!

Samstag, 31. Juli 2021

STADTRADELN 2021 in Zweibrücken - die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte


STADTRADELN in Zweibrücken – die Fortsetzung einer Erfolgsgeschichte

 

Im letzten Jahr erreichten die Radler*innen Zweibrückens auf Anhieb den Titel „Newcomer des Jahres in Rheinland-Pfalz“ und blieben mit ihrer Fahrleistung von gut 119.000 Kilometern nur knapp hinter einer so etablierten Fahrradstadt wie Landau zurück. So war in diesem Jahr der Ehrgeiz groß nicht nur das Vorjahresergebnis zu übertreffen, sondern auch in die „Oberklasse“ der Kommunen zwischen 10.000 und 50.000 Einwohnern aufzurücken.

Mittwoch, 30. Juni 2021

Gibt es in Homburg die besseren Radfahrenden?

In unserer Nachbarstadt tut sich etwas. So hat die Stadtverwaltung ihr neues Radverkehrskonzept vorgestellt - über das ich hier berichte werden, wenn mir irgendwann einmal eine Kopie davon vorliegen wird.

Doch auch so gibt es Neuerungen für die Radfahrenden in Homburg.

Bereits vor einiger Zeit hat die Stadt die Eisenbahnstraße zwischen Talstraße und Polizei für Radfahrende frei gegeben. Das ist ein Teil der homburger Fußgängerzone, die dort fast etwas schmäler ist als unsere Fußgängerzone. Um zu testen, ob es zwischen Radfahrenden uns zu Fuß gehenden zu schwerwiegenden Konflikten kommen würde.