Der Mühlenradweg - wo bleibt der Fortschritt?
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Die Sperre ist aus dem Weg geräumt - doch ist der Weg frei? |
In diesem Frühjahr nun wurde gemeldet, dass die Bauarbeiten bereits wieder in Gange seien und (zumindest der erste Abschnitt bis zur Kneispermühle) bald fertig sei. Also befuhr ich heute diesen Weg in seiner vollen Länge von Wallhalben bis nach Thaleischweiler-Fröschen.
Wobei: Befuhr ist sicher der falsche Ausdruck. Denn der Weg ist eigentlich immer noch (und noch mehr als letztes Jahr) unpassierbar.
Das große Problem dieses Weges ist die Entwässerung. Man sieht an vielen Stellen Drainagerohre, die das Wasser vom Hang zur Talseite leiten sollen - manchmal klappt das sogar. Oft genug jedoch auch nicht, denn das Wasser kommt aus dem Hang und läuft mangels Entwässerungsrinne am Hang direkt über den Weg, auch wenn 5 Meter weiter ein Drainagerohr liegt.
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Matsch oder Spurrinnen oder beides! |
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Die liegen auch schon Wochen da! |
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Und die hier auch! |
Meine Meinung dazu: Hier rächt sich der "Billig-Ausbau" mit den Ziel eines wassergebundenen Wegs. Hätten sich die Entscheidungsträger für eine zweieinhalb Meter breite feste Fahrbahndecke entschieden könnte das alles bereits fertig sein. Matschlöcher gäbe es keine mehr, selbst wenn das Wasser quer über die Straße läuft. Und behaupte mir keiner, dass eine wassergebundene Oberfläche besser für den Naturschutz sei: Die Oberfläche ist in beiden Fällen gleichermaßen versiegelt, was meines Erachtens wegen der geringen Breite des Weges aber kein Problem ist.
Schade also um die verpasste Chance.
Noch eines ist zu kritisieren: Kommt man in Höhe der Faustermühle am Ende des Mühlenradwegs an und möchte in Richtung Zweibrücken fahren, kann man nur noch auf der Zweibrücker Straße im Autoverkehr nach Thaleischweiler-Fröschen fahren, um im Ort über die Gleise zu wechseln und erst dann wirklich Richtung Zweibrücken fahren zu können.
Ein Wirtschaftsweg, der "hinter" der Einmündung durch Leitplanken abgetrennt ist und in Richtung des Radwegs nach Zweibrücken führen könnte ist wegen der Leitplanken nicht zu erreichen. Wo bleibt also die Anbindung ans weitere Radwegenetz?
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